Reality Check Studium 🎓

Auf was es im Job später wirklich ankommt

049 - Einstiegsgehalt richtig setzen und verhandeln - Interview mit Gehaltstrainerin Céline Münstermann

14.11.2022 26 min

Zusammenfassung & Show Notes

Du stehst vorm ersten Job und beim Gedanken an die Gehaltsverhandlung wird dir schon ganz schlecht? Das muss es nicht. Warum erfährst du in dieser Interviewfolge mit Gehaltstrainerin Céline Münstermann.

Es ist und bleibt ein Dauerbrenner: Das Einstiegsgehalt und all die Fragen

❓Was soll ich nur angeben bei der Gehaltsvorstellung ❓
❓Kann / darf / sollte ich überhaupt verhandeln als BerufsanfängerIn❓

Unsere Interviewgästin Céline Münstermann hat sich als Gehaltstrainerin selbstständig gemacht und steht uns Rede und Antwort. Reinhören lohnt sich!

Ihr findet Céline und 34 Antworten auf Argumente die Arbeitgeber in den Gehaltsverhandlungen oft verwenden unter: 
https://www.meinwunschgehalt.de/

Wenn ihr noch mehr Tipps von Céline rund um das Thema Gehalt hören wollt, dann seid ihr bei ihrem "Mein Wunschgehalt Podcast" richtig: 
https://open.spotify.com/show/2hrpn2YWqFOnzXesJnDgjv
https://podcasts.apple.com/de/podcast/mein-wunschgehalt-podcast/id1638942780
Brauchst du wirklich Bestnoten in deinem Studium? Was erwartet dich als BerufseinsteigerIn? Welche Fähigkeiten bringen dich wirklich weiter? Studieren im Ausland, Anzahl der Praktika etc. - die Liste der Fragen ist lang. Wir geben wir Antworten darauf!

Du bist StudentIn oder hast schon deinen Abschluss in der Tasche, aber wenig oder gar keine Berufserfahrung und fragst dich, auf was es im Job später wirklich ankommt? Dann bist du bei unserem Podcast richtig! Nach 6 bzw. 7 Jahren Berufserfahrung teilen wir mit dir unsere Erfahrungen und wertvollen Tipps rund um das Thema Berufseinstieg bzw. erster Job. Außerdem haben wir spannende InterviewgästInnen mit an Board, die ihre Expertisen teilen und einen Einblick in ihren individuellen Lebenslauf geben.

Unser Motto: #Sharing is Caring!

Du hast Fragen oder Themenvorschläge für die nächste Folge?
Dann kontaktiere uns gerne über Instagram @realitycheckstudium_podcast oder per Mail: realitycheckstudium@gmail.com.

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Deine Simona & Christine! 


Transkript

Music. Sind Simone und Christine und heute geht's ums Geld und zwar konkret um das spannende Thema Einstiegsgehalt. Dazu haben wir heute eine Expertin zu Gast und zwar Celine. Celine ist Gehaltsverhandlungstrainerin für marktgerechte Bezahlung und deshalb freuen wir uns sehr, dass sie heute in unserer Folge mit dabei ist. Das Thema Gehalt und vor allem auch Einstiegsgehalt beziehungsweise die Gehaltsvorstellung ist ja wirklich ein Dauerbrennerthema. Jeder oder jeder wird sich früher oder später damit auseinandersetzen. Und Gehalt ist ja nun mal auch existenziell. Es geht ja darum, spätestens jetzt finanziell unabhängig auch von dritten, also das heißt von Bafög oder von den Eltern wirklich das eigene Leben bestreiten zu können und zudem es Geld auch immer noch ein Thema, über das ganz wenige Menschen offen sprechen. Und deshalb ist es umso wichtiger, das Thema aufzugreifen und dass wir darüber sprechen. Celine, super schön, dass du da bist. Stell dich doch gerne mal unseren Zuhörerinnen vor und erzähle in dem Zuge doch auch mal gerne, wie es überhaupt dazu kam, dass du dich als Gehaltsverhandlungstrainerin, selbstständig gemacht hast. Danke euch. Ich habe mich selbstständig gemacht als Gehaltsverhandlungstrainerin, weil mir in dem ersten Job nach dem Studium, da habe ich relativ zügig eine Leitungsposition, eine Einkaufsabteilung übernommen. Bewerbungsgespräch mit Bewerberinnen und Bewerbern aufgefallen ist, dass nicht verhandelt wird, also gar nicht gefragt, ist denn möglich? Also wenn man sich nicht traut, so direkt nach der Frage, so nach dem Geld zu fragen und eine Frage zu stellen. Ist das so die einfachste Frage, die man stellen kann ohne direkt übers Geld zu sprechen, wenn einem das noch schwer fällt, aber selbst das kam oft nicht. Da war oft auch der Gedanke da, Hauptsache Job. Habe schon immer gerne verhandelt äh viel auch in China gewesen. Ich habe äh Chinesisch und Wirtschaftswissenschaften studiert. Und war dann in Peking aufm Markt viel mit den Händlern dort verhandelt, selbst bei Obst und Gemüse kannst du da verhandeln und hatte da immer so meine Freude dran, da noch die Extrabirne oder noch eine Banane dazu zu verhandeln. Genau so ist es auch bei Gehaltsverhandlungen, dass man einfach drüber sprechen äh muss und. Ganz viele Situationen, die man üben kann und, Ja, also kam's, dass äh ich ja ich habe den ersten paar Jahre im Einkauf gearbeitet und da auch sehr viel verhandelt und. Nach einer Weile habe ich schon drüber nachgedacht, als ich auch ein paar Bücher gelesen habe, so ja eine Selbstständigkeit war richtig cool, da hätte ich Bock drauf, das auszuprobieren. Mhm. Und dann habe ich überlegt, okay, welche Themen könnten das sein? Ähm, kann auch ähm relativ gut malen, dass man das potenziell auch kommerziell betreiben könnte, ob's jetzt was Kreatives wird oder, was ganz anderes oder Videoschnitt oder Gehaltsverhandlung und dann dachte ich mir, ich kann echt einen Impact machen, wenn mehr Frauen, fair bezahlt werden und auch wirklich wissen, was ihre Arbeit wert ist und danach fragen. Das ist auch mein Hauptfokus. Also die ich berate auch Männer, aber hauptsächlich berate ich Frauen in den Trainings, grade da ist es oft ein Thema, das wenig über Geld gesprochen wird. Mhm. Finanzielle Bildung nicht so in der Familie. Auch an Frauen weitergegeben wird und man auch innerhalb von Familien nicht offen über Geld spricht und deswegen brenne ich fürs Thema, da eine Plattform offen über Geld zu sprechen. Ja megacool, weil ich finde, das kommt gar nicht so häufig vor, ne, dass man selber von süß sagt, ich bin äh richtig gut im Verhandeln und das Spaß und deshalb ist es ja auch umso wichtiger, dass. Ja, dass dann jemand wie du dann auch wirklich damit sich selbstständig macht und da auch andere wirklich empowert da mehr äh rauszugehen und auch für sich einzustehen. Finde es auch super spannend, dass du den den Need ja auch einfach so gesehen hast, grad bei Frauen. Also das wird mich jetzt mal interessieren, ob als du praktisch Leute ja auch eingestellt hast, als du das ja auch erzählt hast. Ist dir der aufgefallen, dass dann praktisch. Frauen so gar nicht verhandelt haben, Männer dann mehr oder war das schon bei beiden Geschlechtern der Fall, dass da nicht viel kam? Es war bei beiden Geschlechtern der Fall, aber öfter bei Frauen. Also gerade wenn Abhängigkeiten verspürt wurden, so was wie, oh, ich habe jetzt länger schon gesucht. Ich brauche dringend jetzt einen Job oder, Ich habe Kinder oder ich war länger arbeitslos, grade in solchen Situationen, dass dann. Du dir auch vorstellen, weil du schon viele Absagen bekommen hast, dass du dann nicht mit dem Gefühl, so jetzt verhandele ich, ne, da reingehst ähm insbesondere wenn du's vorher nicht geübt hast, sondern einfach froh bist, tatsächlich den Job zu haben. Mhm. Oder? Und realistisch betrachte. Also es gibt Unternehmen, die zahlen nach Tarif so wie vorher googeln, ob das Unternehmen Tarifvertrag hat. Und in vielen Fällen ist es aber nicht so, sondern es frei verhandelbar und. Da sind die Unternehmen, die nicht nach Tarifvertrag bezahlen, drauf eingestellt, dass du verhandelst und. Man fragt sich dann so als Unternehmen schon, okay, grade in Positionen, wo es um Kommunikation mit Mitarbeitern, Menschen, mit externen Firmen geht. Wenn da jemand in einem Gespräch nicht wie er oder sie selbst auftritt und auch nicht verhandelt, Ob das dann so die richtige Besetzung ist, ne, also mhm. Es kann auch Respekt beim Gegenüber, ja, fördern für dich als Bewerberbewerberin. Wenn du verhandelst. Das finde ich richtig spannend, weil die meisten haben ja Angst. Zu verhandeln, weil sie denken, oh Gott, jetzt komme ich zu rüber und das wirkt ja voll komisch und vielleicht voll frech und diesen Aspekt. Das anders zu sehen, also so zu sehen, dass man eher dadurch Respekt vielleicht sich verschafft und das auch gut rüberkommen kann, das finde ich ziemlich smart. Aber der Gedanke ist tatsächlich da mit diesem, ist es unverschämt, was ich da fordere, also mhm. Wie finde ich überhaupt den Marktwert raus und, Kununu Glasstore sind so zwei Adressen und dann werden mir da aber Gehaltsspannen von 30 bis 80.000 angezeigt und ich bin danach genauso schlau wie vorher. Eine Sache ist, was du machen kannst, ist äh dich auf Linkedin anmelden und andere Leute konkret nach einer Spanne zu fragen. Du kriegst so viel genauere Spannen raus in also für Firmen, die ähnlich groß sind, also ein bisschen was auch über die Firma recherchieren vorher. Auf den Portalen, wo sonst was für Werte angegeben sind und ganz große Spannen angezeigt werden. Das ist mir echt ein Anliegen, also dass man Zeit investiert in die Recherche und sich Zeit nimmt für die Vorbereitung einer Verhandlung und auch für, Wert, den man in Bewerbungen reinschreibt. Und ich habe selbst bei Berufseinstieg aus dem Studium heraus verhandelt und habe 40 Prozent mehr Gehalt verhandelt. Das ist schon ein Sonderfall so viel mehr zu verhandeln ähm bei einem Arbeitgeber, bei dem man bereits arbeitet, hatte dort nicht Vollzeit gearbeitet, sondern als Werkstudentin. Mhm, allerdings in einer Position, in der es ganz konkret messbar war, wie viel. Gewinn machen wir hier mit den Produkten, die ich im Auslandssource, die wir importieren nach Europa und vertreiben europaweit. Das war genau messbar und auf Basis dessen habe ich auch argumentiert. Also plus ich hatte meinen Plan B. Was mache ich, wenn das nicht klappt? Und das habe ich auch ganz klar kommuniziert. Dieser Betrag ist es. Sonst sitze ich in Kanada und mache. Ich habe das Führungszeugnis schon beantragt. Koffer ist so gut wie gepackt. Ne? Habe ich äh tatsächlich so gesagt und ähm musste ja einen Tag drüber nachdenken, Seid da nicht sofort ja zugesagt, aber dann hat das möglich gemacht und gesagt, okay, ich sehe hier den Mehrwert, dass das konkret messbar, das passt für uns beide. Es ist eine Win-Win-Situation. Also ich habe auch überlegt, okay, Wie kann's fürs Gegenüber, fürs Unternehmen auch ein Win sein, ne? Mhm. Nicht nur auch meine Miete ist so hoch und. Muss ich jetzt noch alles bezahlen und vielleicht einen Studienkredit, den ich zurückbezahlen muss und, Das alles aufgelistet, sondern wirklich was kann ich hier gestalten, wie kann ich mich auf der Stelle entwickeln, wie kann ich das Unternehmen voranbringen. Du hast jetzt auch grad schon angesprochen das Thema, Einstiegsgehalt oder beziehungsweise was man als ähm Gehaltsvorstellung auch in der schriftlichen Bewerbung angeht, weil meistens ist ja so erstmal ne, der Weg, dass man erst mal die schriftliche Bewerbung einreicht und da steht ja in den meisten Fällen auch, bitte geben Sie auch ihre, Gehaltsvorstellung oder ihren Gehaltswunsch an. Dass du jetzt schon das Thema LinkedIn angesprochen, was ich übrigens sehr spannend finde, weil ich habe das tatsächlich auch so gemacht. Und es hat äh war, hatte ich schon mal in einer anderen Folge drüber gesprochen, dass das auch wirklich. Mehr oder weniger on point war. Gibt's denn da aus deiner Sicht noch, also ist das so dein one and only Tipp oder hast du auch noch andere Tipps, wie man sich da einer. Realistischen, ne, weil man will's ja irgendwie jetzt auch nicht zu over the top, dass man sich da gleich äh ja gleich aussortiert wird, sondern so einer realistischen Gehaltsspanne nähert. Also das äh Hauptding ist tatsächlich ein Netzwerk in uns, ne? Sei es jetzt ein Alumni-Netzwerk, was immer in einer Folge erwähnt hat oder auch Vereine fragen. Alle Methoden, die es so gibt, auch zum Beispiel die Plattform, die ich vorhin erwähnt habe, Kununu Glasor, trotzdem alles mit in Betracht zu ziehen und sich das in der Tabelle zu schreiben. Weil du kannst, wenn du dich in einer Branche immer weiter und weiterentwickelst, diese Information. Bei jeder Verhandlung, auch in der Zukunft nutzen. Ne? Das heißt, alle Marktinformationen, die du rausfindest. Das ist das Einzige, was du meiner Meinung nach wirklich mal sortiert haben solltest, sind die Beträge, die du mal in Erfahrung gebracht hast, Zum Beispiel, vielleicht hast du schon fünf Bewerbungen rausgeschickt. Vielleicht zwei Gespräche gehabt, in denen dir direkt gesagt wurde, nee, das können wir uns nicht vorstellen, das ist zu viel geheilt. In solchen Situationen immer direkt nachfragen, was ist denn ein Gehalt, was angemessen wäre? So dann auch Fragen zu stellen in solchen Situationen, wenn einem so was gesagt wird und dass auch völlig okay, selbst ein Minimum für sich zu haben, wo sagt unter diesem Betrag mache ich den Job nicht, ne? Ich bewerbe mich weiter. Weil ähm es kommen natürlich auf die persönliche Situation drauf an, wie sehr angewiesen du gerade drauf bist, dass genau diese eine Stelle klappt, wenn man jetzt sich sagt, okay, ich habe den einen Traum Arbeitgeber, bei dem ich unbedingt arbeiten möchte und bewerbe mich deswegen nur bei einer Firma. Da würde ich sagen, Streus breiter. Bewirb dich wirklich bei ein paar Firmen und schaue, dass deine Unterlagen aufm aktuellen Stand sind, und einkreisen kannst du die Summe weiter dadurch, dass du wirklich mehrere Leute fragst und dass jetzt nicht die Freundin, die in. Unternehmen arbeitet, das fünf Mitarbeiter hat und du bewirbst dich bei einem Konzern, oder auch andersrum. Du willst in einem Start-up arbeiten und eine Freundin arbeitet in einem Konzern und verdient bei Berufseinstieg ähm ja. Fünfundfünfzig, 75.000 so in der Richtung und sage die dann, nee, also für fünfzig.000 würde ich nicht mal morgens aufstehen. Die hat eine ganz andere Perspektive dadrauf als jemand, der tatsächlich in der Startup-Welt unterwegs ist. Ne. Wenn du nach konkreten Summen in so Bewerberportalen gefragt wirst, dann gib auf jeden Fall das obere Ende der Spanne, was du rausgefunden hast an, letztendlich man setzt sich ja zusammen und verhandelt es dann, ne? Mhm. Ja kann's auch passieren, dass du aussortiert wirst aufgrund eines zu hohen Gehalts ist möglich. Schaust halt, dass ähm du nicht unter dein Minimum gehst, weil du dir vielleicht auch ausrechnest, was brauche ich überhaupt zum Leben, was brauche ich noch zum Sparen? Was brauche ich für unvorhergesehene höhere Ausgaben jetzt mit Strom, Gasrechnungen? Dass man so was auch bezahlen kann, Das heißt, du würdest auch auf jeden Fall sagen, man soll sich vorher eine Schmerzgrenze setzen und wenn die unterschritten wird und selbst wenn's nur, ich sage mal, um 1hundert Euro ist, dann sagen, sorry, ich bin raus. Also dass das schon. Wichtig ist. Es ist wichtig, wenn's tatsächlich nur 100 Euro sind, würde ich sagen, scheiß drauf, weil du kannst jederzeit nachverhandeln, ne, also manche Firmen haben da einen festen Tonus, dass sie sagen, einmal im Jahr. Mhm. Aber spätestens dann ist es ja möglich zu verhandeln und dann holst du dir das Geld und mehr. Das ist ein gutes Stichwort mit Thema Nachverhandeln. Ich habe mir auch noch die Frage notiert, was man deiner äh Meinung nach tun kann, wenn man jetzt, Gehalt verhandelt hat. Man hat jetzt den Job angefangen und man merkt dann aber im Nachhinein, dass man schon ziemlich, Ich sag's jetzt mal über den Tisch gezogen wurde, weil vielleicht noch ne zwei, drei andere auch gleichzeitig angefangen haben mit einem ähnlichen Bildungsniveau, ähm ähnliches Jobprofil oder sogar gleiches Shop-Profil und ja, die haben dann zum Beispiel direkt mal fünf oder sieben oder zehntausend Euro mehr Jahresgehalt und man spricht ja dann doch irgendwann mal drüber und findet es raus. Hast du da Tipps, wie man ja, wie man das angehen kann. Eine Strategie, die ich fahren würde, ist, mich aufm Markt zu bewerben, jetzt nicht um unbedingt zu gehen, sondern wirklich um diese Konkurrenzangebote in der Hand zu haben. Ne, also konkrete Angebote. Aus dem Grund und da würde ich auch keine Angst haben, dass dann mein aktueller Arbeitgeber dann informiert wird, dass ich mich am mich umgucke, mich bewerbe, sondern das würde ich auf jeden Fall machen, um meine Verhandlungsposition zu stärken. Weil du auf der Basis besser und ruhiger verhandeln kannst, und sich dann nicht also nicht anfangen sich zu vergleichen mit den Kolleginnen und Kollegen und sagen, hey ich weiß, dass Marie hier 15.000 Euro mehr im Jahr kriegt, sondern du machst dir ein Erfolgstagebuch, schreibst dir deine Stationen auf, welche Projekte du super abgeschlossen hast. Ähm, Aufgaben du übernommen hast. Hast du vielleicht meine Kollegin vertreten, wer längeren Krankheitsphase ähm. Mach dich auch vorher schon sichtbar vor deiner Gehaltsverhandlung. Sprich darüber, was du tust, weil alle Leute sind immer mit dem, was sie selbst tun, beschäftigt und nicht mit dem, was du tust. Von daher musst du das auch mal laut sagen, was du tust. Geht gut. E-Mail schicken, mal sagen, hey das woran ich gerade arbeite. Ich habe hier eine Frage. Und da sagst du einmal, ah, ich habe hier dran gearbeitet und B ähm beziehst du die anderen Personen mit ein. Und es ist wichtig, dann diese Konkurrenzangebote zu haben. Man in der Situation, wenn einem der Argumente entgegengebracht werden, ja du bist halt zu diesem Gehalt eingestiegen und du bist noch nicht lang genug im Unternehmen, wir können dir das jetzt nicht erhöhen. Entsprechend sagen kannst, ich habe andere Optionen. Das ist der Betrag, den ich hier für meine Leistung haben möchte. Das sind die Sachen, die ich hier mache und erfolgreich abgeschlossen habe, so in der Zukunft wird sich das so und so entwickeln, da sehe ich mich und ich sehe mich auch. Gerne hier im Unternehmen, aber unter den Umständen, vielleicht auch nicht, ne, aber dann auch diesen Schritt machen zu können, wirklich zu gehen, wenn einem dann gesagt wird, dann geh halt, ne? Mhm. Muss man mit rechnen, dass das passieren kann. Also es ist nicht so üblich, dass einem das gesagt wird, sondern, oft ist es der Fall, wenn du gut leistest und die Leute dich schätzen, dass so was Erfolg hat, ne, mit Konkurrenzangeboten ins Rennen zu gehen. Erst mal auf ähm Basis der deine Erfolge argumentieren und wenn das an einen Punkt kommt in einer Verhandlung, dass man sagt okay, man hat sich jetzt nicht auf diesen von dir geforderten Betrag, mit einer sehr hohen prozentualen Erhöhung von deinem bisherigen Gehalt angepasst von dem, was halt die Kollegen, Kolleginnen verdienen. Das hat nicht funktioniert dann diese Karte auch ziehen zu können. Um dann diese Position auch durchzubekommen, Hast du denn so von deinen Kundinnen, ich sage mal so die Top-Standardsätze, die immer kommen? Also so der Klassiker wie, was du ja grad eben schon gesagt hast, ja du bist ja zu dem Gehalt äh irgendwie eingestiegen. Gibt's da noch so ein paar andere, wo du sagst, boah, das wären so die top 3 und da hättest du vielleicht sogar auch dafür ein paar Tipps und Tricks für unsere Zuhörer. Mhm. Und Zuhörerinnen? Bist zu jung. Du bist jetzt noch nicht an der Reihe. Mhm. Und das passiert sehr oft, war ich sehr überrascht. Ich habe mal einen Workshop gemacht. Da waren über 100 Leute angemeldet und da habe ich eine Umfrage gemacht unter denen es waren alles Frauen, die angemeldet waren und. Das war das, was am häufigsten genannt wurde. Und wow, okay, das habe ich noch nie gehört. Das lag aber daran, dass ich in einem sehr jungen Start-up gearbeitet habe, wenn eine junge Leute arbeiten, dann sagt dir keiner, du bist zu jung, ne? Ja. Ja. Und Das ist glaube ich trotzdem sehr wichtig zu verstehen. Woher dieser Gedanke kommt, also oft ist es nicht, weil die Person dir partout nichts gönnt oder so, sondern weil die Person selbst vielleicht lange auf eine Gehaltserhöhung warten musste, weil sie selbst es lange nicht angesprochen hat. Oft von ihren eigenen Erfahrungen ausgehen und so was dann weitergeben. Ich mache das so, dass ich in solchen Situationen Fragen stelle, also wer was, wie, wann, wo. Also, damit das Gegenüber dann mir genauer erklären muss, ähm woran wird das festgemacht, wie viele Jahre Betriebszugehörigkeit müsste es denn geben, damit also wie sind die Gehaltsstrukturen, die Prozesse. Ich erkundige mich auch vorher in der HR Abteilung, wenn's eine gibt. Wie Gehaltsstufen funktionieren, wenn's Gehaltsstufen gibt, und beschaffe mir vor einer Verhandlung so viele Informationen wie möglich, dass wenn dann so ein du bist zu jung kommt, genau weiß, dass es einfach für jeden Mitarbeiter jährlich ist Verhandlungsrunden gibt und dafür habe ich dann meinen Erfolgstagebuch schon parat und sage auch nein, dass es nicht so, sondern ich mache hier den Job und ob ich den jetzt mache oder Klaus Müller. 15 Jahre im Unternehmen ist, wir betreuen beidermaßen also beide gleich viele Kunden. Mhm. Da gehen wir zwar jetzt ein bisschen in die Vergleichsschiene rein, aber ich würde trotzdem versuchen. Mit einem Beispiel auch aufzuzeigen, dass in der Qualität der Arbeit da kein Unterschied ist. Wenn man auch nicht vorankommt. Also man hat jetzt so die zehnte Runde so nach dem Motto. Man bereitet sich drauf vor. Man hat sein Erfolgstagebuch, ne? Ähm man holt sich alle Informationen vorher ein und trotzdem ich weiß nicht, hast du da so eine Zeitrahmen oder so, wo du sagst, okay, dann ist es jetzt auch an der Zeit, time to say good by so, also wenn dann nichts kommt nach, ich weiß nicht, X Y Z Gesprächen zum Beispiel, Ich würde tatsächlich sagen, dass es heutzutage, so eine durchschnittliche Zeit gibt, das kannst du nicht auf alle individuellen Situationen natürlich anwenden, aber es sind schon zwei bis drei Jahre, ne? Eher der Richtung zwei, Wenn du merkst, okay, es passiert hier gar nichts, konstant ähm gehalt nicht gefördert, ich kriege keine Fortbildungen, wenn ich danach frage, ich habe das Gefühl, mir werden Aufgaben weggenommen, solche Geschichten, Oder ich werde zu spät zu Meetings eingeladen, informiert, also so ein bisschen Richtung toxische Arbeitskultur. Ganz ehrlich, es gibt so viele tolle, nette Kolleginnen auch bei einer anderen Firma. Ich hätte tatsächlich noch eine Frage. Ich glaube, die ähm stellen sich schon einige unserer Zuhörer und Zuhörerinnen, könnte ich mir vorstellen, weil wir viel über Start-ups gesprochen haben. Du hast aber auch schon angerissen wegen Thema Tarif, weil viele wollen ja auch bei großen Unternehmen zum Teil anfangen, die tarifgebunden sind. Sagst du da, dass man da nicht verhandeln kann oder sollte aus deiner Sicht, also weil's ja schon diese Tarifgruppen gibt, Habe ich zwar jetzt fast schon impliziert, allerdings ist es genau das Gegenteil. Also da kannst du auch verhandeln. Du kannst die Einstufungen verhandeln. Das vor allem Voreinstellungen, gerade wenn's Personalmangel gibt, ist das, beste Gelegenheit, über die Einstufung in den Tarif zu verhandeln. Ich habe ähm eine Podcastfolge dazu in mein Wunschgehalt-Podcast zum Thema verhandeln im öffentlichen Dienst. Und die Tipps, die da geteilt werden, die sind auch übertragbar auf andere Tarifverträge, Auch wenn's für jeden Tarifvertrag immer Besonderheiten gibt, aber ein Tipp, der da auch geteilt, den ich jetzt auch hier teile, ist, liest den Tarifvertrag vor der Verhandlung. Glaubt ihr gar nicht, wie viel Leute, Gar nicht lesen, Oh, das ist bestimmt total kompliziertes Beamtendeutsch. Ja manche Sachen sind da vielleicht auch nicht so leicht durchblickbar, ähm trotzdem lohnt es sich, da reinzuschauen, wenn man Fragen hat auch die Institutionen anzurufen, die den erstellt haben. Ne, sich das erklären zu lassen. Mhm. Da ist man auch wirklich versteht, was ist denn das genau und wie wird man da eingestuft? Wie funktioniert das? Fragen stellen, weil wer fragt, der bekommt Antworten oder Tipps, mit wem er sonst noch netzwerken kann, um Antworten zu bekommen oder aber schauen kann. Und dann bist du viel vorbereiteter als jemand da reingeht sagen Sie mal, was ich bekomme im Tarifvertrag fahren wir ja eh nicht. Äh merkt man, hoppela, hätte ich doch gekonnt. Du hast jetzt auch schon dein äh dein Podcast erwähnt. Würde ich vielleicht mal kurz die Frage schon mal vorziehen, weil wir haben dann ganz zum Schluss noch mal eine, Unsere Standardabschlussfrage, aber wo können dich denn Zuhörer und Zuhörerinnen finden, wenn sie jetzt sagen, cool, von der Celine will ich noch mal ein bisschen mehr Input haben oder Interessiere mich auch für das Thema Gehaltsverhandlung. Wo können sie dich denn finden? Also wir können super gerne einfach mit mir einen kostenlosen virtuellen Kaffee trinken per Zoom. Und euch da einbuchen und dann können wir äh drüber sprechen, was grad eure Stationen sind, wo eure Fragen sind und. Sonst findet ihr mich auf LinkedIn und in meinem Podcast mein Wunschgehalt-Podcast. Den verlinken wir dann auch mit in den Shownotes. Gut, dann haben wir noch unsere allerletzte Abschlussfrage. Also wenn du jetzt dir vorstellen könntest, jetzt in diesem Podcast, wir könnten jetzt alle Studierende, alle Berufseinsteigerinnen hier in Deutschland erreichen, wo wir irgendwann mal hin wollen, okay soweit gibt's da eine Message, die du nochmal teilen willst, also das kann jetzt auch zu unserem heutigen Thema sein oder zu deinem Spezialthema oder auch allgemein einfach was sein, wo du sagst, das hätte ich gerne auch schon früher gewusst. Ja, wenig Geld summiert auf zwölf Monate auch viel Geld. Das heißt, Mhm. Wenn dir eine Gehaltserhöhung angeboten wird und du ihm erstmal denkt, boah, das ist ja wenig, was soll das, das brauche ich nicht, das kann sie dir schenken, dir das auszurechnen, weil zum Beispiel fünfzig Euro mal zwölf halt im Jahr auch 600 Euro sind vor Steuern. Und das ist eine Summe, mit der du was anfangen kannst. Deswegen ähm jegliches Geld, was dir mehr gegeben hat, sag nicht nein. Mhm. Ne? Ist doch ein Verhandel es und wenn dann nicht mehr geht, dann nimm was du kriegst, verhandel dann weiter. Also nach auch mal eine Gehaltsverhandlung scheitert, heißt das nicht, dass die zukünftigen nicht klappen können, sondern das, was du für Gehaltsverhandlungen lernst, die Skills, die du lernst, das kannst du dein Leben lang anwenden. Wir haben über Argumente gesprochen, und gegen Argumente, die kommen können von Chefinnen und auf meiner Webseite WWW mein Wunschgehalt DE kannst du dir ein Argumente Contentfaden runterladen, wo die gängigsten Beispiele, der Argumente, die dein Gegenüber bringen kann, genannt sind und auch Beispiele, was du sagen kannst in solchen Situationen, also lade dir das super gerne runter. Super cool. Danke auch nochmal für die Info an alle Zuhörer und Zuhörerinnen. Also auf jeden Fall. Download. Vielen Dank dir für deine Zeit. Also ich habe auch äh wieder was mitgenommen. Ich finde es ja selber mal mega cool bei unseren Interviews, dass man selber immer noch mal was für sich mitnimmt. Von daher vielen, vielen Dank dir Celine. Und denkt dran, wenn ihr noch mehr von mir hören wollt, weil ich hätte jetzt auch wahrscheinlich wieder 500 Fragen mehr stellen können, aber die beantwortest du bestimmt auch alle in deinem Podcast, also hört da alle rein, wir verlinken. Music.

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