Reality Check Studium 🎓

Auf was es im Job später wirklich ankommt

082 - Du zweifelst an deinem Studium? Das kannst du tun! - Interview mit Francesca von Queraufstieg

28.08.2023 35 min

Zusammenfassung & Show Notes

Unsere Gastexpertin Francesca von Queraufstieg teilt wertvolle Tipps, um das Tabuthema Studienabbruch zu entstigmatisieren und welche Hilfsangebote dir zur Verfügung stehen.

Dich plagen Zweifel 🤔, ob dein Studium oder sogar Studieren im Allgemeinen das Richtige für dich ist? 
Diese Gedanken plagen mehr Studierende als du vielleicht erwarten würdest. Du bist also nicht alleine UND es kann dir geholfen werden! 

Mit unserer Interviewgästin Francesca, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Queraufstieg - ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt - wollen wir in dieser Folge das "Tabuthema" Studienabbruchsgedanken entstigmatisieren.

Mit Francesca sprechen wir über:

❓ Gründe hinter Studienzweifel und warum es absolut nicht schlimm ist diese zu haben

🔍 Wie du dich selbst unterstützen kannst in deinem Entscheidungsprozess, um Klarheit zu gewinnen

🤝  Wo du Unterstützung finden kannst wenn du mit dem Gedanken spielst deinen Studiengang zu wechseln oder auch das Studium abzubrechen

 💪 Werde aktiv, indem du diese Folge teilst, um das Tabuthema Studienzweifel zu brechen und Unterstützung anzubieten. Deine Empfehlung könnte jemandem in deinem Umfeld helfen.


➡️ Erfahre mehr über die Mission und Angebote des Beratungsnetzwerks Queraufstieg: https://www.queraufstieg.de/


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Brauchst du wirklich Bestnoten in deinem Studium? Was erwartet dich als BerufseinsteigerIn? Welche Fähigkeiten bringen dich wirklich weiter? Studieren im Ausland, Anzahl der Praktika etc. - die Liste der Fragen ist lang. Wir geben wir Antworten darauf!

Du bist StudentIn oder hast schon deinen Abschluss in der Tasche, aber wenig oder gar keine Berufserfahrung und fragst dich, auf was es im Job später wirklich ankommt? Dann bist du bei unserem Podcast richtig! Nach 7 + 8 Jahren Berufserfahrung teilen wir mit dir unsere Erfahrungen und wertvollen Tipps rund um das Thema Berufseinstieg bzw. erster Job. Außerdem haben wir spannende InterviewgästInnen mit an Board, die ihre Expertisen teilen und einen Einblick in ihren individuellen Lebenslauf geben.

Unser Motto: #Sharing is Caring!

Deine Simona & Christine! 


Transkript

Music. Hi du, schön, dass du wieder reinhörst bei unserem Podcast Reality Checkstudium, auf was es im Job spielt. Music. Simona und Christine. Und heute sprechen wir über das Thema Studienzweifel und unter anderem auch darüber, was du tun kannst, wenn du an deinem Studium zweifelst. Wir haben das Thema Studienzweifel bereits schon in einer unserer älteren Folgen aufgegriffen in der Folge sieben gemeinsam mit Lisa, die von ihrem eigenen Weg berichtet hat. In der heutigen Folge haben wir Francesca zu Gast, die sich tagtäglich mit dem Thema Studienzweifel und Studienabbruch auseinandersetzt und das Thema sichtbarer machen will. Francesca arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Queraufstieg. Queraufstieg ist ein Verbundprojekt, welches unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird und Ziel ist, dass Beratungsmöglichkeiten unter Studierenden sichtbarer zu machen und so Entstigmatisierung bei Studienabbruchgedanken beizutragen. Weil das Thema Studienzweifel immer noch so stigmatisiert ist und kaum darüber gesprochen wird, wollen wir heute dadrüber sprechen? Zum einen sprechen wir über die Hintergründe von Queraufstieg, werden aber auch über Gründe sprechen, warum Studierende von Studienzweifel geplagt sind und Francesca wird Tipps teilen, welche verschiedenen Hilfsangebote wahrgenommen werden können. Und auch du darfst aktiv werden. Teile diese Folge in deinem Umkreis und hilf dabei, aus dem Thema Studienzweifel kein Tabuthema mehr zu machen und unterstütze damit einen Freund oder auch eine Freundin, indem die Person auf diese Folge aufmerksam wird. Und über eine Fünf-Sterne-Bewertung freuen wir uns als neutraler, unabhängiger Podcast auch sehr. Jetzt würde ich aber sagen, starten wir in die Folge. Wir freuen uns sehr, dass du heute dabei bist Francesca Und äh in diesem Zuge stell dich doch einmal gerne selber kurz persönlich vor und gib uns doch mal einen kleinen Einblick in das Beratungsnetzwerk Queraufstieg. Ja, sehr gerne. Vielen Dank für die schöne Einleitung und ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen. Ich bin tatsächlich selber noch ganz neu in dem Job. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut betriebliche Bildung, einer der Querausstieg, unser Verbundpartner ist immer und T und gemeinsam sind wir zu 19 quasi tagtäglich daran beteiligt. Gesagt hast. Studienzweifel und Studienabbruch zu entstigmatisieren. Das Das Verbundprojekt ist in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aktiv und genau für Studierende aus diesen Bundesländern haben wir auf unserer Webseite einige Angebote von einem Beratungsnetzwerk hin zu einem Podcast bis zu Reflexionsübungen auf der Webseite, Die jungen Menschen helfen sollen in dieser durchaus schwierigen Zeit, dieses Umbruchs mhm. Besser zurechtzukommen mit ihrem Zweifel oder auch mit ihren sogar dann eben Abbruchgedanken. Und was ist dein Arbeitsschwerpunkt? Genau, jetzt der Queraufstieg. Bin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Wir sind aber auch mehrere Kolleginnen und haben. Ganz unterschiedliche Aufgaben. Wir machen eine Veranstaltung, die nennt sich Fuckup Studien ab in all unseren Bundesländern, ähm wo natürlich sehr gerne alle Hörerinnen eingeladen sind, ähm vorbeizuschauen. Die nächste ist ähm, 23. September in Osnabrück und da sprechen StudienabbrecherInnen mit einem Mediator in einem Team über ihre ganz persönlichen Erfolgsgeschichten dienen einem Studienabbruch zuvor gegangen ist und sie sich dann entweder umentschieden haben und in der Ausbildung gegangen sind und festgestellt haben, okay nee, das Architekturstudium war gar nicht meins. Ich möchte viel lieber Bäckerin werden. Ähm die zeigen einfach so auf, ja, dass das Leben eben manchmal nicht so spielt, wie man sich's vielleicht direkt Abi gedacht hat das aber auch völlig okay ist, mega cool, dass es euch gibt und du hast ja schon gesagt, sind ja auch schon also einige, die ne, da dran arbeiten. Also finde ich ja schon eine ordentliche Zahl auch. Also wird es ja auch einen Grund geben, sage ich mal, das ist ja ein ein großes Thema ist, was viele betrifft, gibt's denn ich sage mal so grob Zahlen, wo man sagen kann, So und so viele Prozente irgendwie der Studis in Deutschland zweifeln oder sind Studienabbrecher? Also gibt's da konkrete Zahlen tatsächlich. Tatsächlich gibt's die. Ähm es sind natürlich einige Akteure dann daran interessiert herauszufinden, wie viele Leute ihre Studium abbrechen. Warum? Der Papst, der Studienabbruchforschung, Doktor Ulrich Holblein beispielsweise, ist da ganz aktiv. Der forscht am DZHW. Da kann man sehr schön verschiedene Zahlen einsehen. Die machen forschungsbasierte Datenerhebungen zu allen möglichen Fragen rund ums Studium. Und jetzt relativ aktuell sind die Zahlen, dass knapp 30 Prozent im Bachelor abbrechen, 20 Prozent im Master. Generell ist es so, dass an den Unis mehr abrechnen als an den Fachhochschulen und im Bereich Mint auch mehr als in anderen Fächern. Und 30 Prozent im Bachelor ist ja schon mal eine ganz schöne Hausmarke. Das war mir auch so nicht bewusst, dass es so viele sind. Ja, krass, dadurch, dass eben auch nicht so viel dadrüber geredet wird, Kommt es einem auch einfach dann nicht so vor, dass es tatsächlich so viel passiert, sage ich jetzt mal. Deswegen finde ich das auch echt spannend. Ja, ich glaube, man versucht's auch dann Immer selber ein bisschen untern Teppich zu kehren. Also ich selber habe meinen Studienfach gewechselt und sitze nicht so als ob ich das irgendwie an die große Glocke gehangen hätte, dann auch natürlich von so ein bisschen ähm einer gewissen Charme begleitet. Mhm. Ähm ich habe, mein Nebenfach französisch zu Kunstgeschichte gewechselt, einfach weil ich durch die zweite große Klausur. Also den zweiten Versuch auch durchgerasselt bin und dann festgestellt habe, okay, jetzt wird's knapp, dann mal lieber wechseln, bevor das hier ja schwierig wird. Ja. Ich fand's jetzt gerade spannend, dass du gesagt hast, es sind mehr Studien ähm Abbrecher, Bei den Unis und bei den Mindfächern hast du der Insights woran das liegt, dass es an Fachhochschulen weniger Studis abbrechen als an den Unis und halt spezifisch dann noch mal bei Mint Ich glaube, viele unterschätzen Mint, die Mintfächer, deswegen gibt's an vielen Universitäten eine Orientierungsjahre, wie auch von den Universitätsberatungsstellen wärmstens empfohlen werden, um zu zeigen, was genau da eigentlich, gemacht wird. Gerade Mint einfach sehr viel theoretischer ist als man vorher denkt und ähm nur weil man gerne was mit Computern macht ist man noch lange nicht. Bereits ein Informatikstudium hinzulegen, was dann am Ende eben doch oft theoretisch die Fachhochschulen machen ja oft eine Orientierung und das sagt man eben auch in der Forschung, Dass eine gute Orientierung die halbe Miete ist, weil die Personen, die eine anständige Orientierung erhalten haben, neigen dazu, weniger abzubrechen, Ja, da kommen wir im Prinzip auch schon zu den Gründen für Studienzweifel. Die sind ganz unterschiedlich, aber sie sind eben oft ähm so was wie ich zweifel an meiner Studieneignung oder, Das Studium ist einfach nicht das, was ich erwartet habe. Das heißt, mit Orientierungen zur Orientierungswochen sozusagen, was Fachhochschulen anbieten oder was meinst du damit genau Genau, also da gibt's hier ganz unterschiedliche Modelle, ähm da muss man sich, glaube ich, auch ein bisschen informieren vor Ort. Das geht aber ja eigentlich auch schon in der in der Schule los mit der Orientierung. Da werden ja oft Tests gemacht. Ich weiß noch bei mir war das ein ganz gruseliger Test, der irgendwie sowas Lächerliches ergeben hat wie Stewardess, weil ich gerne reise. Aber natürlich kann man sich informieren an den Schulen, die einen interessieren, was sie für Angebote haben und da eben auch in die Studienberatung gehen oder auch in die Beratung an der Fachhochschule, Und das Orientierungsjahr ist meistens ein ähm wirklich sind zwei Semester, die einen in mehrere Bereiche einschnuppern lassen. Das wird viel eben im Bereich mitgemacht, Oder ein Mathe Informatik ähm, und eben bisschen Naturwissenschaften angerissen wird und der Vorteil ist, dass man oft dann eben, wenn man sich dann am Ende spezialisiert, auch davon was mitnehmen kann von den Punkten Das heißt Eignung, also ein bissel dieses, was du gesagt hast, man. Startet ein Studium, also du hast es so schön gesagt, ne, mit dem Computer machen wir vielleicht Spaß, aber ist dann doch irgendwie bissel theoretischer dann so ein IT-Studium. Was sind noch so andere Gründe? Studierende zweifeln oder dann sogar auch abbrechen? Genau, also das hatte ich ja schon angesprochen, das variiert total danach auch Der privaten und persönlichen Lebenslage. Es kann natürlich auch finanzielle Gründe haben. Man kann natürlich gucken, liegt das Problem an der Hochschule oder an der Universität oder liegt das Problem bei mir, finde ich vielleicht irgendwie keinen Zugang, einer sozialen Gruppe an der Uni, also fühle ich mich alleine. Das hilft natürlich auch nicht. Ähm es gibt viele Fächer, wo man sagt, man schafft die eigentlich nur, wenn man einen guten Lerngruppen vernetzt ist, Dann kann natürlich der der Zweifel an sich selbst und der eigenen Eignung eben sehr, sehr groß werden, wenn man das Gefühl hat, man kommt in keiner der Klausuren oder in der Prüfung irgendwie anständig weiter, dass sich der der prominenteste Grund. Alle wollen gerne gut im Studium sein. Das ist ja auch klar. Ich meine, es macht ja auch einfach mehr Spaß, wenn man ja, ist ein bisschen leichter schultert, kann natürlich auch sein, dass man das andersrum interpretiert und sagt, die Anforderungen sind zu hoch, oder die Anforderungen sind in einem bestimmten Aspekt zu hoch, also beispielsweise ist die Die Leselast zu hoch. Ich habe mir vorgestellt, dass ich eigentlich viel mehr praktisch rausgehen kann, dass ich an einem Objekt arbeiten kann. Dabei muss ich eigentlich jede Woche nur 120 Seiten lesen und darüber referieren und das ist eigentlich nicht das liegt mir eigentlich nicht. Das kann ja auch, Der Grund sein. Ich habe Probleme mich mit dem Studium zu äh identifizieren. Das kann natürlich dann auch an den Lehrpersonen liegen, die irgendwie kein Passer darstellen. Oder man stellt auch währenddessen anderweitig begründet fest, dass das doch nicht das ist, wohin man gehen möchte, weil man ähm vielleicht in einem Nebenjob feststellt, okay, das interessiert mich und eigentlich gibt mir das ja etwas theoretischere Studium gar nicht das nötige Handwerkszeug mit, dann ist es ja auch total legitim, in eine Ausbildung zu wechseln. Du hast jetzt ja gerade diese sage ich mal relativ hohen Zahlen genannt von 30 und 20 Prozent. Hast du da auch noch Insights, inwiefern die Studierenden, die dann auch tatsächlich abbrechen, Auch ein Beratungsangebot wahrgenommen haben. Also ähm gehen die den Weg, alleine und entscheiden Sie den mehr alleine oder ist da wirklich auch ein hat er irgendwie eine Art von Austausch, Informationen stattgefunden? Ja das ist schön, dass du das ansprichst. Also da würde ich mich wieder auf Herrn Doktor Hotline beziehen. Man kann's so gut nicht die Zahlen erheben. Man weiß aber, dass es einen relativ hohen Bedarf gibt aus kleinen Teilforschungen in die Beratung zu gehen, aber Die Beratungsstellen haben bekommen ihre Beratungsterminzeiten nicht voll. Also, Da ist irgendwie eine Diskrepanz zwischen Bedarf und Inanspruchnahme und das ist natürlich schade ähm, Weil die in so eine Beratungsstelle dann schon fundiert helfen kann. Klar, wenn ich mich mit Familie und Freunden gut austauschen kann und darüber dann im Zweifelsfalle aus so einer, schwierigen Situationen reflektiert, eine gute Entscheidung treffen kann, dann ist das natürlich wunderbar. Aber manchmal kann es auch einfach helfen, A. Perspektive von außen darauf zu kriegen, Und B die Perspektive von jemandem, der das eventuell seit 30 Jahren macht mit jungen Menschen zu arbeiten, der engagiert ist, der weiß, was für Möglichkeiten es überhaupt außerhalb des universitären Kontexts, der mit einem auch auf den Grund gehen kann. Es ist eine Frage der Überlastung, es ist vielleicht erstmal ein Modul weniger, was irgendwie schon hilft oder muss es wirklich halt einen Fachwechsel oder gar eben ein, Abbruch sein oder ein Ausstieg, kann man auch sagen, weil Abbruch klingt so negativ. Das ist ja eigentlich eine sehr aktive Entscheidung. Ja, das stimmt. Auf einer Veranstaltung den sehr schönen Satz gehört, ähm StudienabbrecherInnen sind vor allen Dingen zuerst einmal auch Entscheider innen, nämlich Entscheiderinnen ihres eigenen Lebensweges. Wow. Das fand ich irgendwie sehr, Mhm sehr, sehr, sehr sweet einfach. Auch gerne mitgeben, also ja. Mhm. Also ich denke, also ich denke jetzt auf meiner eigenen Studienzeit zurück, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es jetzt nicht nur End gleich eins ist, sondern dass Fast jeder man an irgendeinem Punkt mal zweifelt. Also ich denke, es gibt immer so einen Moment, wo man denkt, boah, also, entweder mir ist das gerade alles viel zu viel oder irgendwie habe ich mir das bissl anders vorgestellt, egal ob's von den Inhalten ist. Also ich denke so ein gewisser Zweifel ist wahrscheinlich öfters mal da. Ich persönlich, also ich habe auch im ersten Semester stark an mir selber gezweifelt und an meinen Fähigkeiten und ich wusste gar nicht, dass es Beratungsstellen gibt, also gibt's das denn an jeder. Hochschule oder selbst wenn's an der eigenen das nicht gibt, könnte man auch an eine ganz andere Uni sozusagen gehen, die einen dabei oder wie ist da so das Netzwerk tatsächlich. Genau, also Es gibt tatsächlich so ziemlich an jeder Uni und an jeder Hochschule eine Beratungsstelle. Ähm das kann die Studienberatung sein oder auch die ähm das Beratungsteam für psychosoziale Fragen. Da hören wir natürlich aber auch manchmal, dass es vielleicht auch Auch das mit einem Gefühl der Peinlichkeit verbunden sein kann dann vor Ort, vor seinen Kommilitonen in die Studienberatung zu gehen, Also ich glaube, das muss einem nicht peinlich sein und man kann natürlich dann aber auch mal schauen, was noch für Angebote gibt. Erstmal haben viele Beratungsstellen während Corona auch ihre Angebote digitalisiert. Also man kann da erstmal hinschreiben und dann ganz gemütlich von zu Hause aus in einem Online Call sich beraten lassen. Man muss eigentlich wirklich nur in Kontakt aufnehmen. Wenn man aber findet, das ist man lieber vor Ort hingehen möchte und das aber nicht an der eigenen Universität dann könnte man bei uns auf der Webseite das nutzen. Das Quernavi ist eine Beratungs-Landkarte, meldet sich kostenfrei an und kann dann schauen, welche Beratungsstellen in der Nähe zu finden sind. Und das sind dann Unterschiedlichste Beratungsstellen. Es ist die Agentur für Arbeit. Das ist ja das sind auch da sind auch zu finden Unternehmen, die ausbilden. Also vielleicht findet man in der Nähe schon auch. Dann direkt irgendwie eine ganz gute andere Option, Also es gibt zahlreiche Angebote ähm und ich kann nur sagen, dass die Leute, die da arbeiten, wahnsinnig engagiert sind und es kann super hilfreich sein Und wann ist denn so der richtige Zeitpunkt, das Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen, also ich kann mir jetzt vorstellen, man hat mir jetzt grad schon drüber gesprochen, Christina auch, ja, Studien, ich hatte auch äh Zweifel zwischendurch. Es weiß man ja nicht, ja, ist das vielleicht grad nur mal so eine kurze Phase ähm oder was sind da so die ersten Anzeichen, wo du jetzt auch empfehlen würdest such dir einfach mal externe Beratung oder da einfach mal unverbindlich hinzugehen, weil wir sagen ja auch, also das wollen wir auch mit der Folge erreichen, das Ganze zu stigmatisieren, da gar nicht so ein großes eigentlich draus zu machen, ne, sondern das ist auch was ganz Normales dann ist Ja. Ich glaube, das ist so erstmal der grundlegende Gedanke, den man ähm sich dann auch wieder vor Augen rufen darf. Wenn man so ein unangenehmes Gefühl hat. Ich meine, das ist ja fast eine eine physische Sache. Da hat man irgendwie das Gefühl, es sitzt einem was Schweres auf der Brust oder man hat einen Kloß im Bauch, also das sind ja verschiedene. Ja Gefühlswelten, die dann irgendwie vielleicht mal auch länger mit sich herumträgt Wenn man mal eine schlechte Leistung erbracht hat, muss man jetzt dann nicht an dem eingeschlagenen Werdegang zweifeln. Aber ich glaube, wenn man längerfristig darunter leidet und sich auch Beispielsweise jeder Gang zur Uni irgendwie eine wahnsinnige Herausforderung ist, dann ist so ein, so ein Beratungsgespräch doch vielleicht eigentlich eine ganz gute Idee. Es ist kostenfrei, ähm es ist verfügbar. Also es spricht eigentlich nichts dagegen. Ich fand's auch so spannend, dass du gesagt hast, dass es so viele offene Beratungstermine gibt, weil ich kann mir vorstellen, dass man so denkt, hm, blocke ich jetzt einen Termin für jemanden, der vielleicht so richtig psychische Probleme hat, also es gibt ja, man denkt ja immer, es gibt ja immer schlimmere Fälle, dass man vielleicht denkt, also dass ich da jetzt einen Termin wahrnehme und andere den vielleicht wo's dringlicher wäre, so den Termin wegzunehmen, aber ich habe jetzt verstanden, dass da tatsächlich. Die Beratungsstellen ihre Termine eigentlich gar nicht füllen können, richtig? Also ruhig sagen kann, go for it. Du nimmst da niemandem irgendwie den Termin sozusagen ja. Weg. Ja, das stimmt und an vielen Universitäten gibt es eben auch noch das Angebot der psychosozialen Beratung, also für die wirklich genau, die sind separat für junge Menschen, die noch unter anderen Problemen leiden, ist das auch eine super Stelle, sich zu melden. Mhm. Genau und dann gibt's neben der Studienberatung ja auch oft das Careercenter an den Universitäten und da gibt's auch großartige Angebote. Das kann dann auch noch mal ein Kurs sein in was ganz praktisch mit Projektmanagement, wo man dann plötzlich erkennt, okay, das sind Kombinationen mit meinem Studium ist doch genau der richtige Weg für mich. Das können auch Angebote sein wie mein kleiner, glücklicher Garten. Also vielleicht ist das auch wunderbar äh den zu großen Stress. Da bemühen sich die Universitäten schon schon sehr und man kann, Ja, eine Menge Ausrichten. Ich glaube, wichtig ist es nur, dass man nicht in eine Schockstarre kommt, weil es natürlich auch immer leichter gesagt ist als getan der Druck erstmal so groß ist. Aber mit den Leuten reden hilft eigentlich immer. Und was ich jetzt auch mitbekommen habe, ich weiß nicht, ob du das jetzt bestätigen kannst, dass tatsächlich in diesen Beratungsstellen auch ausgebildete Coaches sitzen Coachinnen, also dass das oftmals wirklich Menschen sind, die auch eine Coachingausbildung hinter sich haben, also dass man sich jetzt vielleicht jetzt gar nicht so vorstellen kann, okay, ich gehe da jetzt hin und da sitzt halt irgendjemand, der sitzt da halt und hat da eigentlich gar keine richtige Ausbildung und das ist irgendwie nur so seine Meinung, sondern dass man da schon auch mit einem guten Gefühl hingehen kann, dass da Menschen sitzen, die sind drin geübt sozusagen, andere Leute zu beraten oder halt vor allem ausgebildet auch Also die haben ja genau ausgebildet sind. Sie sie sind haben natürlich unterschiedliche also die meisten sind Sozialarbeiterinnen aber das ist auch ein weiterer Teil unseres unserer Netzwerkarbeit, Wir machen auch Fortbildungen. Also es gibt jetzt demnächst beispielsweise einen Workshop in klischeefreier Beratung. Also das heißt, da sind die Leute, die bei uns im Netzwerk sind, sind auch super engagiert, weil sie Sich alle naselang fortbilden und gucken, wie sie irgendwie ähm auch an modernen Themen anschließen können, weil sich natürlich auch die die Bedingungen unserer gesellschaftlichen Bedingungen und der Druck, der auf junge Menschen lastet, ja auch ein Stück weit verändert. Also wenn sich Wenn's früher immer klar war, welches welche Berufsbilder am Ende eines Studiums stehen Dann ist heute nicht klar, was man mit einem Studienabschluss direkt wird. Also ich habe Ethnologie studiert. Ich bin heute nicht Ethnologin. Und ich denke mal, Beratungsstellen können einem nicht sagen, wie groß die eigene Chance ist, zu realisieren. Das wäre vermessen. Also man kann da nicht hingehen und fragen, kann ich erfolgreich werden, weil dazu da spielen andere Faktoren auch noch eine wichtige Rolle, aber sie können einem doch aufzeigen, was für Möglichkeiten es gibt, die man selber oft gar nicht kennt Es gibt so viele Berufe, hat so viele tolle Ausbildungen, die man nicht kennt. Also ich denke, für mich nach dem Abitur war es relativ klar, dass ich studieren muss, auch von zu Hause aus und ich hatte gar keine Ahnung, was für tolle Ausbildungen es gibt. Jetzt gerade neu seit 1 8 gibt es den Ausbildungsberuf Gestalterin für invasive Medien Ich finde, das hört sich total geil an. Mach gerne Sachen im Bereich Design vorstellen können, das wäre doch was für mich. Ähm genau und wenn man dann jemanden findet, der einen darüber, informieren kann, was für Möglichkeiten man damit kann man schon mal mit weiterem Spektrum starten. Jetzt hast du ja auch grad angesprochen so das Thema Elternhaus, weil ich mir auch noch die Frage notiert habe, dass es ja auch verschiedene. So im Umkreis gibt, die ja auch einen Einfluss da drauf haben, wie man sich dann selbst mit Studienzweifel auseinandersetzt, also zum einen natürlich man Mit sich selbst, aber es ist ja auch oft dann so die Erwartungshaltung der Eltern, das Umfeldes, ist das auch was, was in der Beratung dann mit aufgegriffen wird oder wo auch mit Hilfestellung geleistet Ja, also ich denke, wenn man das als Problem anspricht, dass man das Gefühl hat, von zu Hause gibt's Druck. Dann kann man auch darüber mit den ähm beratenden sprechen. Es ist jetzt keine Therapie, so eine Beratung, ne? Also Probleme, familiäre Probleme existieren, Dann kann man nicht erwarten, dass die Beratungsstätte in einer anderthalbstündigen Sitzung da auf den Grund geht. Aber sie kann natürlich ein Überraschungsstück kann natürlich dafür sensibilisieren, die eigenen Klischees zu hinterfragen und zu hinterfragen, woher die kommen und da sind natürlich bei jungen Menschen oft Eltern, Freunde, aber natürlich auch Social Media eine große, Ein großer Einflussfaktor Jetzt hast du ja auch viel drüber gesprochen, wo man sich Hilfe suchen kann. Gibt's denn noch so Punkte, wo du sagst, was man vielleicht im ersten Schritt auch erst mal noch selbst tun kann vielleicht, also bevor man vielleicht auch zu einer Beratungsstelle geht? Ja, also ich glaube, man kann vor allen Dingen viel reflektieren und da Gibt's verschiedene Methoden. Ich kann jetzt eine anleiten quasi so kurz. Die haben wir auch auf unserer Webseite. Das ist die Insel Da nimmt man sich einfach ein Blatt Papier und einen Stift und malt in einem ersten Kreis quasi die die Basis des Festlands, die Insel eben ähm und schreibt mal eben auf, was man gerne kann, was man gut kann, wo man Erfahrungen gesammelt hat, die einem gezeigt haben. Da ist was, den möchte ich irgendwie gerne mehr auf den Grund gehen. Dann geht man in einem zweiten Ring schaut man weiter, was es da für Optionen gibt ähm und in einem dritten Ring schreibt man auf, Was so in fünf Jahren Möglichkeiten sind, wo man sich sehen könnte, Was man attraktiv finde und da kann man dann auch schon Faktoren feststellen, die für einen selber relevant sind, also möchte ich viel Geld verdienen, möchte ich gerne nicht so viel arbeiten, möchte ich gerne viel reisen, das können ja alles Fragen sein, die man sich mal selber stellen kann und dann kann man besser navigieren und justieren, welche. Nächsten Schritte in deinem eigenen Werdegang sinnvoll sind. Und wenn man beispielsweise merkt, man äh hat ein Faible für Design, dann kann man auch einfach mal an die Volkshochschule gehen und für einen Appel und ein alle drei Tage ein InDesign-Kurs machen und schauen, ob das das ist, was einem wirklich gefällt. Mhm. Und ein ganz persönlicher Tipp von mir, ich habe immer mal geschaut bei Unternehmen, die ich cool finde, was die überhaupt so für Ausschreibungen haben, was die in ihren Job annoncen, fordern an Skills. Und dann habe ich versucht zu schauen, okay, worauf davon passe ich jetzt schon, Und was davon müsste ich mir noch aneignen und was davon macht mir auch Spaß. Und dann kann man an irgendeinem Punkt ein bisschen mehr fokussieren, was es werden soll. Finde ich spannend, weil du jetzt ja auch gesagt hast, man muss ja vielleicht dann gar nicht unbedingt direkt auch abbrechen. Man denkt, ach vielleicht könnte die sein, was für mich sein, sondern dass man dann erst mal andere Möglichkeiten wahrnimmt, jetzt das wie mit dem Volkshochschulkurs, um mal reinzuschnuppern, weil, es fehlen ja einem dann ja auch oft wieder andere Erfahrungswerte oder dass man vielleicht auch mal könnte ich mir jetzt vorstellen, ich meine das merkt ja keiner, mal eine Probevorlesung, also sich woanders vielleicht mal reinsetzt, dass man denkt, ach Vielleicht wäre doch Journalismus was für mich und dann kann man ja auch mal zu einem anderen Campus fahren und da mal sich reinsetzen oder sich mal mit Studis unterhalten dass der nicht wieder, sage ich mal, passiert, dass man so mit falschen Erwartungshaltungen drangeht, wäre vielleicht auch eine eine Möglichkeit. Auf jeden Fall und ich denke also viele Studiengänge haben das ja auch. Die haben ja auch die ähm Module der freien Wahl. Mhm. Ähm und wenn man danach dann feststellt, oh das ist doch eigentlich das, wofür ich brenne Ja, es ist hier auch völlig okay zu wechseln. Ich glaube, in dem Kontext wären natürlich auch Fragen nach BAföG laut, Das wäre dann wieder ein Zeitpunkt zur Beratung zu gehen. Mhm. Weil das doch eben sehr individuell ist. Das BAföG-Amt nimmt wichtige oder auch Abweisbare Gründe entgegenführenden Wechsel und da ist auch der Zeitpunkt relevant, aber genau für so was ist dann beispielsweise eben die Beratungsstelle, bestens geschult, um einen da gut zu beraten. Gibt es denn auch Unterstützung, sage ich mal, für die Zeit danach? Also es kann ja sein, dass man sagt, okay, ich bin jetzt soweit, ich habe mich dazu jetzt entschieden abzubrechen. So, aber ich bin vielleicht noch gar nicht so ganz klar. Was danach kommt, weil ich sage mal, ich habe totale Bauchschmerzen, zur Uni, zur Hochschule zu gehen. Ich kann gar keinen klaren Gedanken, sage ich mal, fassen oder mich halt mit anderen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, weil ich halt so statt grad bin, ne, also dass mein Kopf sofort ist. Gibt's dann auch eine Möglichkeit zu sagen, okay, ich merke jetzt für mich so psychisch, das ist jetzt grad das Falsche. Ich breche das jetzt ab, Aber dass man dann danach sozusagen auch noch zu einer Beratungsstelle hingehen kann und dass man da so ein bissel geführt wird, auch wenn man nicht mehr eingeschrieben ist. Es gibt sehr, sehr viele Beratungsstellen, die auch Unterschiedlichen Fokus haben. Deswegen ist die universitäre ähm Beratungsstelle natürlich für Studierende hauptsächlich gedacht, aber außerhalb dessen gibt's auch Beratungsstellen wie die Agentur für Arbeit Generell gilt es auch unserem Geldgeber schon darum junge Menschen am Ende mit einer mit einem Abschluss, Dastehen zu haben. Also es sollte schon es wird schon versucht, junge Menschen, die ihr Studium abbrechen, dann zumindest in einer Ausbildung zu beraten, Natürlich auch ganz andere Werdegänge. Also es gibt ja auch ihr hattet ja selber einen jungen Mann zu Gast, der sein Studium abgebrochen hat und dann gegründet hat. Ja. Die Geschichte kenne ich aus meinem Freundeskreis auch und es kann ja auch wunderbar laufen. Wenn man in so einer Schockstarre ist, um jetzt noch mal die Frage aufzugreifen vom Anfang, Ich glaube dann sind gerade solche Formate wie eures oder auch unser Podcast superhilfreich, wo man noch mal ein bisschen mehr in einem privateren Rahmen, darüber nachdenken kann und sich durch Geschichten anderer vielleicht inspirieren lassen kann, bis man sich dazu bereit fühlt, in die Beratung zu gehen, aber generell sind natürlich Beratungsstellen auch geschult darin einen sensiblen Umgang mit Menschen zu haben, die gerade, in so einer Stresssituation sind. Aber ich denke, wenn einem schon der Gang zur Beratungsstelle solche Probleme bereitet, dann würde ich denken, dass man äh das ist das klingt ja schon fast nach einem depressiven Zug, also dann sollte man versuchen, Hilfe zu finden, ob bei Freunden oder bei der Familie oder eben, Aber grundsätzlich, ich sage mal, ich glaube, die meisten wollen ja trotzdem eine Art von, Abschluss, Ausbildungsabschluss, also sei es jetzt die Berufsausbildung oder dann wirklich einen Studienabschluss, trotzdem anstreben, weil sonst hätte man's ja auch nicht angefangen. Von daher glaube ich, dass das ja schon auch ein schönes Gefühl, wenn man eigentlich weiß, ich kann mich da jetzt mal reinbegeben, vielleicht auch gemeinsam brainstormen, mir mal externe Impulse holen, Aber die meisten wollen ja trotzdem am Ende, auf noch auf ein Ziel, sage ich jetzt mal irgendwie hinarbeiten oder da eben noch was erreichen und das äh deswegen glaube ich, dass es auch ja auf jeden Fall mega cool, dass es sowas gibt, aber ich muss auch sagen, Noch mal kurz dadrauf zurückzukommen, Christine, ich wusste es auch nicht. Ich weiß nicht, ähm liegt vielleicht auch daran, dass man am Anfang auch nie so wirklich bei uns zumindest äh gesagt bekommen hat, was eine Studienberatung eigentlich macht, also wann kann man sich an eine Studienberatung wenden? Muss auch zugeben, dass äh bei der einen Hochschule ruhig war, da auch nicht die Türen so offen standen so gefühlt, also so, von, man durfte nur zwischen 13 und 15 Uhr irgendwie so vorbeikommen, also war zumindest äh vor paar Jahren eben noch so, aber ich glaube da einfach aktiv dranzubleiben und sich dann auch selbst wenn seine eigenen Hochschule eben vielleicht dann nicht so ist oder da irgendwie nicht so die Sympathie irgendwie herrscht oder da vielleicht irgendwie weiß ich nicht aus irgendwelchen anderen Gründen, dass man sich da nicht entmutigen lässt und trotzdem, Sagt nein, ich suche mir jetzt einfach noch mal eine einen externen Kopf dazu. Ja und ich denke auch einfach, dass es noch mal so wichtig ist, auch zu wissen, deshalb fand ich diese Zahl halt auch am Anfang so, So you are not allone so ne, also es gibt so viele, die zweifeln und das ist halt auch äh gleichzeitig eigentlich kaum ein Grund gibt halt eben nicht zu sagen, ich nehme jetzt mal so ein, Angebot war, weil das kann ja sein, also in meinem Fall kann ich mir vorstellen, damals, also ich habe da so ne, mit Selbstzweifel und so gestruggelt, der hätte mir wahrscheinlich so eine Beratungssitzung halt wirklich echt äh richtig helfen können. Bei anderen ist es vielleicht dann doch ein größerer Thema, dass es dann vielleicht doch zu einem Wechsel geht, aber also Es wäre total schade, wenn man das halt einfach nicht macht und mit Zweifel vielleicht auch mit sich rumschleppt und denkt, ah nee, Hopp, ich zieh's durch, eigentlich blöd, aber weil man auch niemanden hat, mit dem man drüber sprechen kann und dann bist du im fünften Semester und merkst so Kacke, Also jetzt kann ich's nicht mehr irgendwie vielleicht abbrechen. Also von daher, ich glaube, das ist einfach wichtig zu wissen, you're not alone und es gibt einfach Möglichkeiten und nimm's, nimm's wahr. Was du gerade gesagt hast, dass ich ein bisschen auf Topic, aber ich habe grade weiß gar nicht, wo das war, kam Artikel über Menschen, die in der Mitte ihres Berufslebens nochmal komplett umgeändert haben. Also da waren ja zum Erzieher wurde ähm oder eine. Auch eine Architektin, die dann jetzt eine die jetzt Perücken bastelt ähm und das sind alles wann Geschichten von Menschen, die super happy sind. Ihren gelernten Job hingeschmissen zu haben jetzt was völlig Neues zu machen. Und auch wenn man beispielsweise im fünften Semester feststellt, oh, das ist es nicht, dann ist auch das okay. Ähm sagen halt auch die Zahlen eben auch in den höheren Semesternabbrecherinnen, Und das ist auch völlig fein, weil man muss sich ja dann doch irgendwo fragen, was man damit macht oder ist auch das Was man da lernt für einen in irgendeiner Form sinnvoll. Genau und Simone, du hattest noch den Aspekt mit den Zielen angesprochen. Ich glaube, das ist eine schöne Übung, die man auch einfach mal ab und an machen kann. Da gibt's ja zig Methoden, wie man Ziele für sich selber gut formulieren kann. Ich find's smart ganz greifbar. Die Smartmethode, ich wenn ihr die kennt, das ist von dem Marketingforscher schon relativ früh entwickelt worden und ja, smart steht für spezifisch messbar, attraktiv, realistisch terminiert Und der Gedanke ist, wenn man ein Ziel schon so formuliert, dass man das auch erreichen kann, dann motiviert das. Und das heißt, ich sollte nicht sagen, ich will ein Buch schreiben, sondern ich sollte formulieren, ich werde in den nächsten drei Monaten jeden Tag zwei Seiten schreiben, indem ich mich abends auf meinem Balkon setze und es mir schön mache. Also so dass ich quasi Wirklich relativ konkret beschreibe, was nötig ist, damit ich mein Ziel erreiche, Denke, das kann eben auch für die größere Perspektive des Werdegangs ganz fruchtbar sein. Super. Ich würde sagen, dass wir dann auch so Richtung Ende der Folge kommen. Hast du jetzt aus deiner Sicht noch mal abseits von, ja, von dem Thema, was du jetzt heute besprochen haben. Also es kann natürlich angelehnt sein, das kann aber auch komplett losgelöst davon sein. Vielleicht persönlich noch ein Thema, wo du sagst, Das möchtest du gerne allen Zuhörer und Zuhörerinnen noch mit auf den Weg geben? Ja ich glaube, wir können nochmal über den Punkt reden, dass gesellschaftlich das Studium immer noch als der höher angesehenere Ausbildungsgang betrachtet wird, Im Vergleich zur Ausbildung. Das war definitiv bei mir zu Hause auch so und die Option, das hatte ich schon gesagt, eine Ausbildung zu machen, war mir gar nicht bewusst. Ich glaube, da so geht's vielen jungen Menschen, also gerade wenn man nach dem Abi, oder sind ja auch im Abi, hat man ja irgendwie auch gerade was anderes zu tun, als darüber nachzudenken, wie was ein Studiengang bedeutet. Ich glaube, hier braucht es wirklich sehr viel bessere Orientierungsangebote an Schulen, Und was ja auch vielleicht ein Gedanke ist, den man mitgeben kann, ist, wenn man so jung ist oder auch wenn man nach dem ersten oder zweiten Semester, an der eigenen Entscheidung zweifelt, dann ist auch das völlig okay, weil das eine Entscheidung ist, die man im Zweifelsfalle noch nie geübt hat. Das ist eine Entscheidung, für die man im Prinzip noch keine Kompetenz besitzt Glaube, das würde ich einfach gerne noch mal mitgeben. Das ist auf dann bin ich auf meine eigene Geschichte zurückschaue im Nachhinein auch immer alles gar nicht so schlimm. Es fühlt sich halt währenddessen alles so wahnsinnig ah, krass an. Ja. Ähm aber oft merkt man im Nachhinein, okay, das war auch wichtig, dass es diese Phase des Zweifels ähm oder das der Unsicherheit gab, weil ich daraus eben etwas Neues über mich gelernt habe. Glaube ja, das klingt so furchtbar, aber ja, wenn man dann ein paar Jahre auch im Beruf ist, merkt man, okay, das ist auch alles so gekommen, wie es kommen sollte. Ja schön, dass du das auch noch mal sagst. Tatsächlich haben wir auch dazu ja schon mal eine Folge auch aufgenommen genau das Thema für sich auch richtige Entscheidungen zu treffen und halt eben auch das Thema, dass man eine gewisse Referenzwerte auch braucht, um eine Entscheidung treffen zu können und ich glaube ganze Thema auch, was wir heute besprochen haben. Also wenn ich das jetzt so noch mal für mich, glaube ich, zusammenfassen würde von dem, was wir heute alles diskutiert haben, ist ja wirklich auch, Erstens mal, man wird erwachsener, also man wird ja auch älter mit der Zeit. Man ist so jung, wenn man sich für ein Studium entscheidet, Und also beim Zweifel kommen und man sich eigentlich auch dafür entscheidet, einen Beratungsangebot wahrzunehmen. Das ist eigentlich so ein Krasser Schritt, auch in der Persönlichkeitsentwicklung, weil man wirklich sagt, hey ich nehme das an, ich kümmere mich darum, ich suche mir Hilfe, ich äh Challenge das und das ist eigentlich äh im Gegenteil, also ich finde, anstatt das irgendwie negativ zu sehen, weil wir auch gesagt haben, wir wollen das wirklich entstigmatisieren. Wirklich positiv zu sehen auch sagen, wow, ich bin jetzt ich komme jetzt so in die Phase, wo ich das wirklich auch noch mal reflektiere und wo ich das auch nochmal hinterfrage und und ähm, Ja, da auch aktiv auf jemanden zugehe und von daher finde ich das eigentlich voll den Fortschritt auch so gesehen. Total. Also du sprichst mehr äh aus der Seele. Ich glaube auch, dass wir gesellschaftlich hier ein bisschen unter den Jüngeren Generationen mehr awareness für psychische Gesundheit haben ähm und dass man sich weniger schämt, über die eigenen Zweifel mit anderen zu sprechen. Ich glaube, das ist eine großartige Errungenschaft. Warum soll ich mich mit irgendwas rumschlagen, was mich unglücklich macht? Also ich glaube Ja. Eine reflektorische Leistung festzustellen, dass es nicht passt und dann muss ich schauen, welche Schritte ich in die Wege leite, Damit's mir besser geht und besser passt. Und da ist so ein Beratungsgespräch wunderbar, plus die ganzen anderen Möglichkeiten, die wir jetzt hier genannt haben. Zum Schluss jetzt noch mal ganz kurz nämlich drauf eingehen, weil Beratungsstellen ist ja das eine, aber oftmals ist es ja auch so hilfreich, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen oder mit Menschen, die den Weg schon gegangen sind. Du hast Fuckup Up Nights erwähnt äh bei euch auf der Seite. Also wir haben Veranstaltungen für Studierende ähm unter der Rubrik Termine, Genau, die Fuck-Up-Studienabbruch ist unsere Veranstaltung, die wir live machen, Die findet man auch alle unter den Terminen. Also da stehen jetzt Osnabrück und Berlin an. In Berlin sind wir am im November auf der Messe. Genau. Ja, na klar, hilft es, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die die gleiche Erfahrung gemacht haben Also es sind alle sehr herzlich eingeladen ähm sich in unseren digitalen oder in unseren Präsenzformaten zeigen und sollte jemand selber eine Geschichte haben oder eine Erfahrung gemacht haben. Ähm wir freuen uns natürlich, wir uns immer über Gäste in unserem Podcast oder auf unseren Veranstaltungen. Also schreibt uns sehr gerne super. Wir werden auch auf jeden Fall nochmal Queraufstieg, verlinken in den also dass man da auch direkt dann zugreifen kann auf die Seite und, Vielen lieben Dank, dass du heute dabei warst. Es hat uns sehr gefreut, auch ja über, Dieses Thema zu sprechen, was wirklich kein Tabuthema sein sollte. Nein, du hast total Recht und ich freue mich super hier gewesen zu sein. Ja, jetzt haben wir unsere Zeit ja auch schon fast ausgereizt. Ja, vielen Dank noch mal. Ich danke dir die Folge gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich über eine Fünf-Sterne-Bewertung. Denkt dran, auch die Folge zu teilen, grad wenn du jemanden kennst in deinem Umfeld, Der vielleicht grade zweifelt, ähm auch überlegt, ob er vielleicht oder ob sie Studium abbrechen soll, teile gerne die Folge und wenn du natürlich weitere Themenvorschläge auch für uns hast, freuen wir uns sehr, wenn du uns schreibst an Reality Checkstudium at Gmail Punkt com hoffentlich bis zum nächsten Mal und denkt dran. Music.

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2024 - Podcast für Studium & Berufseinstieg - Christine und Simona